Die Wohnung muss flexibel sein, sich den Lebenssituationen anpassen, die gerade bei jungen Menschen häufig wechseln. Die Leipziger Wohnungsgenossenschaft UNITAS stellt sich nun dieser Aufgabe. Sie hat ein Projekt in Kooperation mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig ins Leben gerufen, das die für die 1960er Jahre typischen Blockbauten völlig neu denkt und marktadäquat an jungen Familien ausrichtet. Die Ergebnisse kann man zurzeit in der Hochschule begutachten.
„Wir haben für die Architekturstudenten des 2. Semesters der HTWK Leipzig einen Wettbewerb ausgeschrieben. Aufgabe war, nicht mehr marktfähige Wohnungen neu zu konzipieren und zu gestalten“, erläutert Steffen Foede. der Prokurist der WG UNITAS, die Wettbewerbsidee. „Für die Innenraumgestaltung hatten wir ein Limit von 10.000 Euro vorgegeben. Nicht inbegriffen waren die Kosten für eine eventuelle Grundrissänderung. Ansonsten gab es keine Einschränkungen. Wir wollten, dass die jungen Architekten sich gedanklich frei dieser Aufgabe stellen und wegweisende Möglichkeiten der Wohnraumgestaltung entwickeln.“
Es galt, ein Wohnobjekt in der Arthur-Hoffmann-Straße zu gestalten, das bisher vor allem aus kleinen und verwinkelten Wohnungen bestand. Die Flure waren dunkel, Toilette und Dusche oft noch durch kleine Kammern voneinander abgetrennt sowie ohne Tageslicht.



