Im Juni starten tiefgreifende Umbauarbeiten an den Häusern des Westplatzes. In mehreren Bauabschnitten erneuert die Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG ihre Gebäude im Bereich Friedrich-Ebert-Straße, Käthe-Kollwitz-Straße und Max-Beckmann-Straße.
Bei der karreeförmigen Plattenbebauung mit 166 Wohnungen handelt es sich um die markante Häuserreihe im südöstlichen Bereich des Westplatzes.
Der Westplatz bekommt ein modernes Gesicht ...
„Mit diesen Maßnahmen modernisieren wir nicht nur unseren Gebäudebestand. Wir erhöhen zugleich die Attraktivität des zentralen, stark frequentierten Westplatzes“, erklärt Vorstand Hans-Dieter Thomas von der UNITAS. Dies geschieht im intensiven Dialog mit allen Beteiligten. So wurden die Mieter der zu sanierenden Wohnungen weit im Vorfeld schriftlich und in persönlichen Gesprächen informiert, in der letzten Woche traf sich der Vorstand des Bürgervereins Kolonnadenviertel e. V. mit seinem prominenten Mitglied Nils Gormsen, Stadtbaurat a.D., zum Gespräch mit dem UNITAS-Vorstand. Dabei wurde eine Informationsveranstaltung mit dem Verein und der Wohnungsgenossenschaft verabredet.
Architektonisch wird das Ensemble auf den markanten Kopfbau auf Höhe der Kreuzung Käthe-Kollwitz-Straße / Friedrich-Ebert-Straße abgestimmt sein, der den Konzentrationspunkt des Karre´s bilden soll. An den Gebäuden entlang der Friedrich-Ebert-Straße ist als letzter Bauabschnitt die Realisierung völlig neuer, „lebendiger Fassaden“ geplant, die u. a. mit flexiblen Verschattungselementen vor großen Balkonen arbeitet.
Das ist der Entwurf für das städtbaulich wichtige Ensemble.
Die energetische Sanierung beginnt im Juni mit dem Gebäude Max-Beckmann-Straße 23 - 29. Dieses erhält ein modernes Wärmedämmsystem mit Putz, neue Fenster sowie eine Dämmung für die oberste Geschoss- und die Kellerdecke. Zugleich lässt die UNITAS die Balkonbrüstungen und Eingänge erneuern und den Brandschutz verbessern. Im Zuge des Umbaus wird das nicht mehr marktgerechte, mit ungünstigen Grundrissen ausgestattete Gebäude Max-Beckmann-Straße 23a zurückgebaut.
Im Juni wird ein weiterer Bauabschnitt in Angriff genommen, der die Häuser Max-Beckmann-Straße 31 / Käthe-Kollwitz-Straße 33 - 35 umfasst. Auch dort stehen energetische Maßnahmen im Vordergrund. Doch die Umgestaltung geht noch tiefer. Grundrisse werden teilweise völlig neu gestaltet, so dass fünf Wohnungen mehr Raum erhalten sollen. Nach Bedarf entstehen außerdem neue Balkons und spindelförmige Rettungstreppen.
In den nächsten Jahren ist ein Neubau am Westplatz geplant, der das Wohngebiet durch seine Architektur entscheidend prägen soll und sowohl den Sitz der Genossenschaft wie auch Wohnungen beherbergen soll. In diesem Zuge werden auch die Häuser Friedrich-Ebert-Straße 28 - 34 energetisch saniert und die Balkons erneuert werden. Dazu erhalten die Gebäude, so der bisherige Planungsstand, Lärmschutzfenster und verschiebbare Sonnenschutzelemente in Form einer durchgehenden Fassade, ohne dass der eigentliche Baukörper verändert wird. „All diese Maßnahmen dienen dem Zweck, Wohnen auch in einer stark befahrenen Gegend angenehm, ja sogar ruhig zu gestalten, und zugleich das Stadtbild an einer so wichtigen Magistrale für die Stadt Leipzig aufzuwerten“, so noch einmal Hans-Dieter Thomas.