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Miteinander Wohnen

Nachdenken über das Wohnen im Alter

Fragt man ältere Menschen in Leipzig, wie sie sich ihren Lebensabend in unserer Stadt vorstellen, wird man viele unterschiedliche Antworten bekommen. Immer werden darin auch Vorstellungen enthalten sein, welche Wohnsituation sie sich für die künftigen Jahre wünschen.

Viele denken wohl daran, in der Wohnung, die sie seit Jahrzehnten bewohnen, alt zu werden. Andere überdenken ihre Lebenssituation und ziehen daraus den Schluss, dass sie eine andere, passendere Wohnung brauchen. Zunehmende Altersbeschwerden oder auch der Verlust des Ehepartners können Ursachen für das Nachdenken über eine andere Wohnung sein.

In jedem Fall geht es darum, gemeinsam mit dem Vermieter einzuschätzen, ob man die derzeitige Wohnung noch bis ins hohe Alter nutzen oder sie auf die entsprechenden Bedürfnisse umgestalten kann. Wenn das nicht der Fall ist, müsste rechtzeitig ein Umzug geplant und durchgeführt werden. Außerdem sollte überlegt werden, ob man im Betreuten Wohnen oder in der Nähe seiner Kinder wohnen möchte. Dabei ist zu beachten, dass durch den Verlust eines Partners die Wohnung nur mit einem Einkommen finanziert werden kann.

Im Blick auf bereits vorhandene oder mit fortschreitendem Alter zu erwartende gesundheitliche Einschränkungen könnte zunächst an eine barrierefreie Wohnung nach DIN 18040 gedacht werden.

Es gibt aber noch sehr wenige solcher Wohnungen in Leipzig. Eine vorhandene Wohnung dieser Norm entsprechend zu gestalten, ist in den meisten Fällen nicht möglich oder erfordert einen unverhältnismäßig hohen finanziellen Aufwand.

Barrierefreiheit im Sinne der gesetzlichen Norm ist aber meistens auch nicht notwendig. Viele alte und/oder behinderte Menschen können mit einer altenfreundlichen Wohnung (z. B. mit Aufzug) gut zurechtkommen.

Was ist eine altenfreundliche Wohnung?

Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Wohnungswirtschaft (LWB, Wohnungsgenossenschaften, Haus und Grund e.V.) und Mitglieder des Seniorenbeirates der Stadt Leipzig haben darüber beraten, wie Wohnungen beschaffen sein sollten, die für die Mehrheit der älteren Bürger Leipzigs zur Verfügung stehen müssen.

Im Ergebnis ist ein Positionspapier zum altenfreundlichen Wohnen in Leipzig entstanden.

Darin sind die wichtigsten Merkmale einer altenfreundlichen Wohnung genannt, die beim Wohnungsbau, bei der Ausstattung von Wohnungen aus heutiger Sicht zu berücksichtigen sind.

Für jeden Bürger und jede Bürgerin Leipzigs, ist die Kenntnis dieser Merkmale einer altenfreundlichen Wohnung wichtig, weil sie Fehlentscheidungen bei der Auswahl einer passenden Wohnung für den Lebensabend vermeiden hilft oder dazu beitragen kann, die derzeit bewohnten Räume in Richtung auf mehr Altenfreundlichkeit umzugestalten.

Deshalb werden die Merkmale einer altenfreundlichen Wohnung - wie sie in dem Positionspapier beschrieben sind - vorgestellt:

  • Einkaufsmöglichkeiten und Haltestelle des Öffentlichen Personennahverkehrs im Umkreis von 300 m erreichbar
  • Erreichbarkeit der Wohnung: Erdgeschoss, 1. Obergeschoss oder Aufzug
  • keine Ofenheizung (sondern Etagen- oder Zentralheizung)
  • Bewegungsräume (für eine Nutzung mit Hilfsmitteln) Türbreiten > 67 cm (Neubau > 80 cm)
  • Fußböden im Innenbereich schwellenfrei (auch durch Ausgleich mittels Anrampung möglich)
  • Badausstattung: Dusche (evtl. Ausstattung mir Hilfsmitteln (Badewannenlift), Einbau von Halte- und Stützgriffen möglich
  • Wohnungstür: Wechselsprecheinrichtung, Türspion, Knauf
  • Abstellfläche für Hilfsmittel (z. B. Rollator) vorhanden (nicht zwingend innerhalb der Wohnung)

Weitere wünschenswerte Merkmale für eine altenfreundliche Wohnung sind getrennte Wohn- und Schlafräume, Balkon (schwellenfrei erreichbar), Hausmeisterservice und naheliegende Grünanlagen mit Ruhezonen und Bänken.

Für die individuelle Beratung stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnungsunternehmen sowie die Wohnberatungsstelle der Stadt Leipzig, Technisches Rathaus, Prager Str.118, 04137 Leipzig, zur Verfügung.

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