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Miteinander Wohnen

Usbekistan & Tadschikistan: Fan-Berge und alte Handelswege

Ein Reisebericht von Peter Kiefer, Geschäftsführer von AT REISEN. Seit über 20 Jahren führt er Gruppen in alle Herren Länder. Dabei liebt er speziell die Reisen in die Ex-Sowjetrepubliken sowie auf die Berge der Welt.

Die ehemaligen Sowjetrepubliken reizten mich schon seit jeher und nach Erlebnistouren in Armenien, Georgien und Kirgistan, konnte ich nun endlich mit einer kleinen Reisegruppe nach Mittelasien fliegen. Ende Juni erreichten wir Taschkent, die Hauptstadt Usbekistans. Für die erste Nacht stiegen wir in dem riesigen „Hotel Uzbekistan“, ein Relikt aus der Sowjetzeit, ab. Nicht nur das Hotel, sondern die gesamte Stadt versprüht ihren ganz eigenen und prunkvollen Charme. Mit einem deutschsprachigen Reiseleiter tauchten wir hautnah in die Geschichte und die schönen Sehenswürdigkeiten von Taschkent ein. Auch ein Besuch der Metrostationen gehörte dazu – jede von ihnen künstlerisch und prächtig gestaltet. Beeindruckend!

Trekkingtour im Fan-Gebirge von Tadschikistan

Auf geht’s zu unserer Trekkingtour ins Nachbarland Tadschikistan. Nach ca. 2,5 Std. Fahrt erreichten wir den Grenzübergang Oibek. Da die Beziehungen beider Länder nicht die besten sind, erwartete uns eine eher unfreundliche und zähe Abwicklung der Formalitäten. Umso herzlicher wurden wir von unserem neuen Guide Mubin auf der tadschikischen Seite empfangen. Bei einem ersten Essen im Schneidersitz lernten wir ihn näher kennen und freuten uns auf die kommenden Tage, auf denen er uns mit seiner lustigen und lockeren Art begleiten würde. Mit einem Geländewagen fuhren wir zunächst entlang der Fan-Berge bis zum ehemaligen sowjetischen Basislager Artuch auf ca. 2.200 m. Hier trafen wir unseren Koch und die Eseltreiber, die uns beim Trekking begleiteten. Gespannt erwarteten wir den kommenden Tag. Bei bestem Sommerwetter, mit Tagestemperaturen um die 20°C bis 26°C, starteten wir zu unserer kleinen Trekkingtour über 3,5 Tage und entlang 14 verschiedener Seen. Über einen guten Eselspfad wanderten wir entlang schöner Wacholderbäume und Laubwälder hinauf auf einen Pass und anschließend leicht bergab bis zu dem extrem blau schimmernden See Kulikalon. Das Wetter war perfekt, also nix wie rein in das ca. 14°C kühle Nass. Im Anschluss daran genossen wir ein Picknick am See – es war wie im Paradies. Bis zu unserem ersten Zeltlager wanderten wir an weiteren traumhaften Seen vorbei und campierten schließlich auf einer saftig grünen Wiese direkt an einem kleinen Bach und dem Kuhtotmacher See. Hier zauberte uns der Koch allabendlich ein wunderbares Essen und die Glöckchen der Schafe läuteten uns in den Schlaf. 

Der zweite Tag begrüßte uns erneut mit Traumwetter und die umliegenden Fan-Berge mitsamt ihren Gletschern schimmerten in der Sonne. Was für ein Anblick! Den heutigen Höhepunkt bildete das Trekking über den Alaudin Pass (3.860 m). Der Aufstieg war anstrengend, wurde aber von dem traumhaften Panorama der umliegenden 4.000er und 5.000er Gipfel sowie dem Ausblick auf den türkisfarbenen Alaudin See entschädigt. Danach erfolgte der Abstieg bis zum Ufer des Sees auf 2.800 m, wo wir das Lager aufschlugen. Nach der ca. 7-stündigen Tour gönnten wir uns ein Bad im kalten, aber sehr schönen See. Was muss, das muss! Der dritte Trekking-Tag führte die Gruppe auf einer wunderschönen Wanderung zum Mutnoje See auf 3.600 m Höhe entlang prächtiger Wacholderbäume und zu den Füßen der 5.000er Berge Mirali und Energija. Wir konnten zudem auf die Spitze des Tschimtarga Kalon (5.489 m), den höchsten Punkt der Fan-Berge, blicken. Zurück im Alaudin Camp erwartete uns ein Bier und frisch gekochte Schafsleber. Der Gruppe fehlt es an nichts. Einhellig das Urteil – das ist Urlaub! Der letzte Trekkingtag führte uns durch eine zauberhafte Seen-Landschaft zurück in die Zivilisation, wo die Jeeps warteten und uns nach Khujand brachten. Hier besuchten wir mit unserem Guide Mubin den größten Lebensmittelmarkt in Mittelasien, ehe es über die Grenze wieder nach Taschkent geht. Wir verstauten die Trekkingsachen und warfen uns die Sommerkleidung über. Bei trockenen Temperaturen zwischen 35°C und 42°C wird es ziemlich heiß in den kommenden Tagen.

Kultur und Wüsten-Abenteuer in Usbekistan

Mit dem Besuch der berühmten Stadt Samarkand startet nun der Kultur-Teil unserer Reise. Die ehemalige Hauptstadt an der Seidenstraße hat zahlreiche kulturelle Highlights zu bieten. So besuchen wir unter anderem das Observatorium des berühmten Herrschers und Wissenschaftlers Ulugh Beg (1428-1429). Weiterhin steht der Komplex Shah-i-Zinda aus dem 14.-15. Jh. mit seinen Mausoleen auf dem Programm. Die spannenden Erzählungen unseres Reiseleiters versetzen uns förmlich in die damalige Zeit. Den absoluten Höhepunkt bildet der Registan – einer der schönsten und prächtigsten Plätze der Welt. Die leuchtenden Farben, die einzigartige Architektur – heute wir damals ist die Wirkung auf die Besucher gewaltig.

Nach so viel Kultur steht nun wieder ein kleines Abenteuer auf dem Programm. Über den Wallfahrtsort Nurata fahren wir in die Kysylkum Wüste und schlagen hier in Jurten unser Lager auf. Die komfortablen Jurten sind riesig und mit vielen Kissen und Matratzen für jeweils zwei Personen ausgelegt. Am Abend genießen wir ein kühles Bier unter dem Sternenhimmel und erfreuen uns an den Gesängen eines Usbeken. Mit einem Kamel-Ausritt können wir den nächsten Tag beginnen, der uns außerdem ein erfrischendes Bad im Aydarkul See beschert, ehe wir bis nach Buchara weiterfahren. In dieser mittelalterlichen „Stadt der Poesie und Märchen“ besuchen wir die verschiedensten Medresen und islamischen Prachtbauten, wie das Minarett und die Moschee Kaljan, die Zitadelle Ark, die Sommerresidenz des Emir von Buchara, den exotischen „Moon and Stars Palace“ und die Bolo Khauz Moschee. Unvorstellbar was vor hunderten von Jahren errichtet wurde – die gesamte Gruppe ist tief beeindruckt. Auch der Besuch bei dem bekannten Miniaturist und Kalligraph Toshev Davlat, der uns in die Kunst der Malerei auf Wasser einweihte, begeisterte uns sehr. Der letzte Abend endet mit einem kulinarischem Festmahl, einer Shisha und dem Blick in den Sternenhimmel. Am nächsten Tag bringt uns das Flugzeug zurück nach Taschkent und schließlich zurück nach Deutschland. Damit endet unsere unvergessliche „Reise in 1001 Nacht“. 

Diese und viele weitere tolle Erlebnisreisen werden veranstaltet von AT REISEN:

Adresse: Helenenstr. 14, 04279 Leipzig

Telefon: +49 (341) 5500940

E-Mail: info(at)at-reisen.de 

Internet: www.at-reisen.de

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