Wie sollen die Stadtteile Thekla und Mockau im Nordosten Leipzigs im Jahr 2020 aussehen? Der Bürgerverein Leipzig-Nordost hat gemeinsam mit den Wohnungsgenossenschaften UNITAS eG, WOGETRA eG und LWB diese Frage Kindern gestellt, die in den Quartieren wohnen und beim diesjährigen Wasserfest einen Wettbewerb ausgeschrieben, dessen Resultate Zeichnungen, Texttafeln und dreidimensionale Modelle waren.

Manche von ihnen werden zu dieser Zeit schon junge Erwachsene sein und selbst an die Gründung einer Familie denken. Der Wettbewerb ist mehr als ein Appell an die Fantasie oder nur eine nette Freizeitbeschäftigung. Die Wünsche, die dabei notiert wurden, sollten alle Verantwortlichen für die Stadtentwicklung - dazu zählen sich der Bürgerverein und die Wohnungsunternehmen - sehr ernst nehmen, wenn Thekla und Mockau in Bezug auf die Familienfreundlichkeit an Anziehungskraft noch weiter hinzugewinnen sollen.

Abgesehen von einigen sehr erwachsen klingenden Vorstellungen gruppieren sich die Wünsche der Kinder um zwei große Themenfelder. Zum einen soll sich das Freizeitangebot spürbar verbessern, zum anderen die Durchgrünung der Quartiere. Einerseits wurden so allgemein gehaltene Vorschläge wie „Pool mit Rutsche", „Basketballplätze", „Disko" oder „Kino" aufgeschrieben. Doch es finden sich andererseits auch ganz konkrete Forderungen, z. B. „Schlüssel für die Spielplätze im Wohngebiet" oder „Nichtschwimmerbereich mit Bademeister am Baggersee". Bemerkenswert ist das ökologische Bewusstsein des Nachwuchses. Die Vorstellung, dass es mehr Bäume und Wiesen geben solle, aber auch umweltfreundliche Fabriken, taucht wiederholt auf.

Unter den eingereichten Arbeiten wurden die plastischen Modelle der Gruppe 6 der Kita Stollberger Straße und des Hortes des 66. Grundschule sowie die farbenfrohe Tafel des Kindergartens Spielhaus an der Stollberger Straße prämiert.

Was wird nun aus den Exponaten und den darin enthaltenen Vorschlägen? Für Falk Dossin, Vorstandsvorsitzender des Bürgervereins, ist klar, dass sie nicht in der Schublade verschwinden dürfen. Vielmehr sind sie eine Blaupause für das gemeinsame strategische Handeln. Ein Anliegen konnte unterdessen schon ganz unbürokratisch geklärt werden. Die Kindereinrichtung in Thekla erhält einen Schlüssel für den Zugang zu den umzäunten Spielplätzen der UNITAS eG.

Von der Stadtverwaltung und den Stadträten, nicht allein den im Nordosten wohnenden, wünschen sie sich einen ähnlich ernsthaften Umgang mit den Vorstellungen der jungen Generation für lebenswerte Stadtteile. Maßnahmen wie die Schließung der Grundschule Thekla stehen dem entgegen.

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